LMU: Historisches Seminar erweitert Fokus auf Russland- und Asienstudien

April 1st, 2013 | von Andreas C. Hofmann |

http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/stellenangebote/profs/20130314092533.html

Im Rahmen der Graduiertenschule „Ost- und Südosteuropastudien“ (http://areastudies-osteuropa.de) erweitert das Historische Seminar der LMU München sein disziplinäres Spektrum auf Russlandstudien mit einem Schwerpunkt auf Regionen Asiens. Die bislang errichteten einschlägigen Professuren vertraten die Geschichte Ost- und Südosteuropas.

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  1. 7 Responses to “LMU: Historisches Seminar erweitert Fokus auf Russland- und Asienstudien”

  2. By Brennscheidt on Nov 16, 2013 | Reply

    So neu ist der Ansatz zu Russland-Asienstudien nicht. In den USA gibt es das schon lange, in Deutschland vertreten durch Eva-Maria Auch und Eva-Maria Stolberg. Beide Historikerinnen arbeiten schon seit über zwanzig Jahren über Russland-/Asien. Dass der Lehrstuhl an der LMU nicht mit einer dieser Frauen besetzt worden ist, es soll ein mal wieder ein weniger kompetenter Mann werden (!) spricht für sich. Dass sowohl Auch als Stolberg übergangen worden sind, ist eine Frechheit. Ideenklau nennt sich so etwas. Was sich zwei auch international renommierte Frauen in über zwanzig Jahren erarbeitet haben, damit schmücken sich ungerechtfertigterweise andere. Diese Frechheit widerspricht jeglicher akademischer Etiquette, geschweige kann hier von Fairness gesprochen werden.

  3. By Brennscheidt on Apr 8, 2014 | Reply

    Angesichts der Tatsache, dass der Lehrstuhl mit Andreas Renner besetzt worden ist, der über den Nationalismus in Russland promoviert und über russische Wissenschaftsgeschichte habilitiert hat, fragt man sich, warum Koryphäen wie der Islamexperte Michael Kemper nicht berufen worden sind. Renner ist im Vergleich zu Kemper sicherlich ein Fehlgriff.

  4. By Brennscheidt on Apr 23, 2014 | Reply

    Über zwei Jahrzehnte hat sich Michael Kemper als der führende Islamexperte für Russland ausgewiesen. Warum er bei der Besetzung des Lehrstuhls nicht berücksichtigt wurde, ist schleierhaft. Immer noch fehlt im deutschsprachigen Raum ein Lehrstuhl für den Islam in Russland – angesichts der zahlreichen Lehrstühle für Islamstudien Naher und Mittlerer Osten ein bedauernswertes Manko.

  5. By Brennscheidt on May 3, 2014 | Reply

    Ebenso hat Dittmar Schorkowitz als führender
    Zentralasienexperte im deutschsprachigen Raum mit “Staat und Nationalitäten in Russland. Der Integrationsprozess der Burjaten und Kalmücken, 1822-1925” eine solide und innovative Habilitationsschrift vorlegt. Aber auch seine Expertise ist in der historischen Osteuropaforschung kaum beachtet worden. Für eine Berufung auf einen Lehrstuhl für Zentralasienstudien dürfte es wegen der starren Altersbarrieren in Berufungsverfahren (Höchstalter 52 Jahre) wohl leider zu spät sein. Damit geht Expertise und Potential verloren. Dies ist erneut ein Beweis, dass die deutsche historische Osteuropaforschung dringend renoviert werden muss.

  6. By Brennscheidt on May 27, 2014 | Reply

    Der an deutschen Lehrstühlen institutionalisierten historischen Osteuropaforschung mangelt es an Profilschärfe. Regionale Schwerpunktsetzung fehlt ebenso wie die Existenz von Denkschulen, die innovative und kreative Forschungstrends setzen. So erweisen sich die Lehrstuhlprofile allgemein und damit austauschbar. Damit ist das Fach für Studierende wohl kaum attraktiv. Angesichts der aktuellen politischen Lage ist es ein Skandal, dass im deutschsprachigen Raum die historische Forschung zur Ukraine immer noch nicht in einem eigenen,speziellen Lehrstuhl institutionalisiert ist. Auch hier ist die Entwicklung jenseits des Atlantiks weiter.

  7. By MaikeAdams on Jun 20, 2014 | Reply

    Zu den interessanten Kommentaren noch ein aufschlussreicher Artikel, erschienen bei academics.de (Die ZEIT)

    http://www.academics.de/wissenschaft/schluss_mit_dem_kungeln_57090.html

  8. By BrianCMcGowain on Jun 21, 2014 | Reply

    I have known the work of Michael Kemper for over twenty years. His books on Russia in Asia, esp. Russian Islam, have been outstanding in their own way. His expertise in teaching and research is educational supreme. I do not understand German politics at Universities. Where is the true excellence?

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