Lexikon zur Computergeschichte: Pentium III

September 9th, 2017 | von Andreas C. Hofmann |

Intel-Produktcode: 80525, 80526, 80530, 80533

Im Jahre 1999 kam der Pentium III auf den Markt. Seine erste Version hatte den Codenamen Katmai (80525) und unterschied sich vom Pentium II in technischer Hinsicht nur geringfügig und erreichte bis zu 600 MHz. Einzig die Einführung des SSE-Befehlssatzes zur besseren Verarbeitung von Gleitkommaoperationen stellte einen markanten Unterschied dar. Die zweite Version trug die Bezeichnung Coppermine (80526), konnte erstmals eine Taktfrequenz von 1 GHz erreichen und hatte den L2-Cache erstmals auf den Prozessor integriert. In 2001 erfolgte die letzte Auslieferung des Pentium III unter dem Projektnamen Tulatin (80530), der im Vergleich zu Coppermine einen doppelt so großen L2-Cache verarbeiten konnte, weitaus weniger Strom als andere Modelle benötigte und bis zu 1,4 GHz erreichte. Gleichzeitig kam mit Coppermine-T (80533) ein Prozessorkern auf den Markt, der ein Zwischenstadium von Coppermine und Tulatin darstellte. Der Pentium III kam in Verruf, da er durch eine eindeutige Seriennummer identifiziert werden konnte. Offiziell begründete Intel diesen Schritt als Vorteil für fortgeschrittene Identifizierungsmaßnahmen im Internet, ließ den Mechanismus bei zukünftigen Prozessorgenerationen aber wieder fallen.

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