durchsichten: Hungerstreiks. Notizen zur transnationalen Geschichte einer Protestform im 20. Jahrhundert

November 30th, 2017 | von Andreas C. Hofmann |

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Wir sehen keine weitere politische Möglichkeit, als in den unbegrenzten Hungerstreik zu treten”, hieß es im Oktober 2012 in einer Erklärung von Geflüchteten, die in Berlin für die Anerkennung als politische Flüchtlinge und die Rechte von Asylsuchenden protestierten. Mit dieser Protestbewegung wurden Hungerstreiks wieder zum Gegenstand der politischen Debatte in Deutschland. Als Praktik des Protests und Widerstands etablierten sich Hungerstreiks bereits im frühen 20. Jahrhundert und waren seither wiederholt Wegmarker politischer und gesellschaftlicher Transformationen: In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts traten beispielsweise Revolutionäre im russischen Zarenreich, britische Suffragetten oder Gegner des Kolonialismus in Indien in Hungerstreiks. In den 1970er und 1980er Jahren waren es Mitglieder der IRA in Nordirland, politische Gefangene des Apartheidsystems in Südafrika und Protestierende am Tiananmen-Platz in Peking, deren Nahrungsverweigerungen politische Diskussionen prägten.

© Text: Maximilian Buschmann; Lizenz: CC BY-NC-ND 3.0 DE;

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