Link-Hint Nr. 5/2010: Digitale Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung

September 26th, 2010 | von Andreas C. Hofmann |

http://library.fes.de/inhalt/digitale-bibliothek.htm

Unter dem Stichwort Digitale Bibliothek bietet die Friedrich-Ebert-Stiftung einen gesammelten Zugang zu elektronisch verfügbaren Materialien zur Geschichte der Arbeiterbewegung, der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften. Da die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung in den Sondersammelgebietsplan der DFG aufgenommen ist, sind manche Projekte von dieser gefördert. Die Angebotspalette umfasst hierbei mit Retrodigitalisaten, E-Books und genuin elektronischen Publikationen sämtliche Formen des klassischen Bereichs Digitale Bibliothek.

Der Bereich FES-Publikationen bietet hierbei über eine Suchmaschine einen ersten Einstieg in die Angebote. Die Publikationen werden hierbei überwiegend im PDF-Format angeboten. Desweiteren bietet die FES Zugriff auf digitalisierte Periodika. Diese umfassen Veröffentlichungen verschiedenster Art: Parteitagsprotokolle, Gewerkschaftshefte und Parteiorgane; das Schmuckstück des Angebots ist zweifelsohne die digitale Version des Archivs für Sozialgeschichte, des wissenschaftlichen Organs der Stiftung. Von den weiteren Angeboten ragen aus dem Bereich Volltext-Editionen die Online-Version der Willy-Brandt-Personalbibliographie sowie das Portal zur Geschichte der Arbeiterbewegung hervor. Letzteres bietet neben einem historischen Überblick nach Art einer Meta-Suchmaschine Zugriff auf die von der Stiftung verzeichneten Datenbanken, Zeitschriften, Archive und Netzquellen.

Die Digitale Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung stellt im Netz zur Geschichte der Arbeiterbewegung definitiv eine der ersten Anlaufstellen dar. Das Angebot bietet schnellen und unkomplizierten Zugriff auf zahlreiche Materialien und Quellen, welche zugleich online abgerufen werden können. Leider mangelt es dem Angebot wie bei anderen Digitalen Bibliotheken an einem einheitlichen Erscheinungsbild; sich häufig neu öffende Fenster beim Navigieren innerhalb des Angebots können als durchaus störend empfunden werden. Ferner bleibt zu hoffen, dass die FES sich wie andere Bibliotheken sukzessive den (High-Level-)Standards Elektronischen Publizierens annähern wird. Persistente URLs, Langzeitarchivierung sowie die Einbindung von DFG-geförderten Digitalisaten in den bundesweit aufgebauten DFG-Viewer sollen hier exemplarisch genannt werden.

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