TUM-Präsident Herrmann zur Promotion von FH-Absolventen: Kooperation statt Vermischung der Hochschularten

April 2nd, 2014 | von Andreas C. Hofmann |

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Sollen die Fachhochschulen das volle Promotionsrecht bekommen? „Es ist nicht sinnvoll, die Hochschularten zu vermischen und aus sehr guten Fachhochschulen schlechte Universitäten zu machen“, schreibt TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann in einem Gastbeitrag für die Bayerische Staatszeitung. Die bildungspolitische Herausforderung bestehe in der individuellen Förderung junger Talente. Deshalb kooperiert die TUM mit den FHs bei der Promotion sehr guter FH-Absolventen. Bei einer Abstimmung auf der Webseite der Staatszeitung sprach sich nun die Mehrheit der Leser für die Position der TUM aus.

Quelle: http://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/kurz/article/31271; © Text: Pressestelle @ TUM

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  1. 2 Responses to “TUM-Präsident Herrmann zur Promotion von FH-Absolventen: Kooperation statt Vermischung der Hochschularten”

  2. By Nachwuchswissenschaftler on Apr 5, 2014 | Reply

    Ich will ja nicht politisch unkorrekt sein: Aber soll denn jeder “Besenbinder” (natürlich nur im übertragenen Sinn gemeint) das Promotionsrecht bekommen? Mit dem gleichen Recht könnte es Romanistikprofessoren und Studenten der Theologie demnächst erlaubt werden, defekte Dachrinnen zu reparieren. Was soll dabei rauskommen? Wenn jeder ein “Meister” oder “Professor” sein darf, kann jeder alles und nichts. Das klingt jetzt alles sehr überspitzt und polemisch, aber darauf läuft es doch hinaus.

    Sozialismus im Bildungswesen bringt eben nichts. In meinen Augen ist es wesentlich sinnvoller, wenn man weniger fördert, dafür aber mehr Hindernisse aus dem Weg räumt. So wäre es z.B. überaus sinnvoll, Leuten, die ihre Promotion abgeschlossen haben steuerliche Begünstigungen zukommen zu lassen, etwa dadurch, dass Promotionen beim Finanzamt nicht als “Ausbildung” angesehen werden, sondern als “Arbeit”. Bisher gelten Promotionen nämlich als reines Privatvergnügen. Ihr Nutzen für die Öffentlichkeit wird nicht anerkannt!!!
    Es wäre in Zeiten der Plagiatsaffären wünschenswert, wenn die Politik einmal zur Kenntnis nehmen würde, dass junge Doktoranden hierzulande durchaus hart “arbeiten”.

  3. By Techniker on Apr 5, 2014 | Reply

    Frage: Sollen Praktiker als Akademiker gelten dürfen? Natürlich nicht, denn es ist etwas ganz anderes, ob man beispielsweise lernt, wie ein Flugzeug hergestellt wird oder sich mit Aerodynamik theoretisch beschäftigt. Eine Fachhochschule ist, wie das Wort sagt, eine “Schule”, die zur Ausbildung dient, während eine Universität nicht primär für die Ausbildung, sondern für die Spezialisierung in der Wissenschaft dient, zwei grundverschiedene Ansätze also! Wieder einmal reden Ökonomen, Politiker und volkspolitische Sozialpädagogen in Belange hinein, von denen sie nichts verstehen. Wenn man sich zu gut ist, derartige Binsenweisheiten der Öffentlichkeit zu erklären, darf man sich halt auch nicht beschweren, wenn immer wieder Stimmen laut werden, die unnötige Veränderungen fordern.

    Viele Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre beruhen darauf, dass man sich zu gut war, den Mund zu öffnen!

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