#lis Virtuelle Forschungsumgebungen und die Rolle von Bibliotheken, in: Zeitschrift für Buch- und Bibliothekswesen 58 (2011), S. 154-163

January 17th, 2020 | von Andreas C. Hofmann |

von Norbert Lossau

http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?gs-1/7057

Die Entwicklung digitaler Informationsinfrastrukturen wird das noch junge Jahrzehnt in der Wissenschaft und bei Infrastrukturanbietern prägen. Ob in den Forschungen zu Klima, Ernährung, Gesundheit, Migration, Religionen und Kulturen, Ökonomie oder Ökologie: kooperatives Arbeiten in virtuellen Forschungsumgebungen wird sich über die kommenden fünf bis zehn Jahre in allen Wissenschaftsdisziplinen als Normalverfahren etabliert haben, nicht mehr wegzudenken wie die E-Mail oder das Internet im Alltag des Forschers. Bibliotheken sind daher gut beraten, sich mit virtuellen Forschungsumgebungen, ihren Potentialen und Problemen, insbesondere aber auch mit Fragen der praktischen Implementierung auseinanderzusetzen. Die Chance für Bibliotheken ist eine sichere Zukunft im digitalen Zeitalter. Bibliothekare können über die Disziplingrenzen hinweg ihre genuinen Aufgaben der Erschließung, Verwaltung und Sicherung der Zugänglichkeit zum Wissen in die Zeit des Internets übersetzen und zugleich eine wesentliche Rolle in Forschungsvorhaben einnehmen. »Bibliothekare in die Forschung!«, so könnte plakativ das Motto für Bibliotheken zu virtuellen Forschungsumgebungen lauten. Es sollte uns nicht erschrecken, sondern vielmehr Ansporn sein, unsere Grund-Kompetenzen und Erfahrungen in die für viele Wissenschaftler und Bibliothekare gleichermaßen neue, digitale Welt der kollaborativen Forschung einzubringen.

Textnachweis: Abstract

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